Der 5. HafenCity Inline Marathon 2005
Ihren jeweils zweiten Sieg bei der diesjährigen German Blade Challenge fuhren der Geraer Clemens Rubick und die Dänin Sara Bak beim 5. Hafencity Inline Marathon am 2. Oktober 2005 ein. Rubick (Team Powerslide) liegt damit Hafencity vor der letzten Wertungsveranstaltung in Frankfurt mit 192 Punkten fast uneinholbar an der Spitze der German Blade Challenge Wertung vor dem Groß-Gerauer Daniel Zschätzsch (Team Luigino Powerslide) mit 144 Punkten. Bei den Damen könnte es noch einmal spannend werden, denn Bak (Team Kia) setzt in Deutschlands Top-Marathon-Serie mit nunmehr 140 Punkten zur Aufholjagd auf die mit 160 Punkten weiterhin führende Geraerin Sandra Wieduwilt (Team Powerslide) an.
Der HafenCity Inline Marathon in Hamburg war dank strahlendem Herbstwetter, fast durchweg trockener Strecke und sehr guter Organisation rundum gelungen, auch zwei schwierige Passagen mit Baustelle und Kopfsteinpflaster, die durch neutralisierte Fahrweise und extra verlegte Kunststoffplatten entschärft waren, wurden problemlos gemeistert. Etwa 700 Skater gingen auf die Strecke, sicherlich wären es noch viel mehr gewesen, manch einer hat aber wohl durch die sintflutartigen Regenfälle des vorhergehenden Tages die Reise nach Hamburg nicht angetreten. Sie haben etwas verpasst, denn das Rennen in Hamburg bietet mit der Strecke durch das Hafengebiet und der Zielankunft direkt an der Alster eine einzigartige German Blade Challenge Atmosphäre. Hamburgs neuer Prachtboulevard, der Jungfernstieg, war das glanzvolle Zentrum für die gesamte Deutsche Speedskating-Elite.
Das Rennen wurde schnell angegangen, in der ersten Hälfte gab es ständig Ausreißversuche. Nico Wieduwilt (Gera; Team Creative Rollerblade) versuchte anfangs mehrmals davonzulaufen, dann starteten Oliver Engel (Team Kia) und Thorben Woelki (Team Powerslide) gemeinsam einen vielversprechenden Versuch, wurden aber wieder eingeholt. Der berühmt-berüchtigte Anstieg zur 60 m hohen Köhlbrandbrücke riss das Feld zwar weiter auseinander, alle Favoriten waren in der auf 14 Läufer zusammengeschmolzenen Spitzengruppe aber noch dabei. Im Zielsprint des Spitzenfeldes setzte sich dann Clemens Rubick mit hauchdünnen 2/100 Sekunden vor dem 22-jährigen Italiener und ehemaligen Junioren-Sprintweltmeister Elio Cuncu durch, der erst seinen zweiten Marathon überhaupt gelaufen ist, der in der German Blade Challenge aber außer Konkurrenz mitläuft. Dritter wurde der Groß-Gerauer Daniel Zschätzsch (Team Luigino Powerslide) vor Nico Wieduwilt. Mit einer Siegerzeit von 1:10:30,58 war das Rennen sehr schnell.
Anders als bei den Herren brachte der Anstieg zur Köhlbrandbrücke die Vorentscheidung, denn dort setzte sich die Dänin Sara Bak (Team Kia) vom Feld ab. Zwar schlossen Annette Frik (Team Zepto) und Tina Strüver (Team Kia) zunächst wieder zu ihr auf, zwei Kilometer vor dem Ziel riss Bak jedoch erneut aus und nahm der Zweitplatzierten Frik noch fast 30 Sekunden ab, Dritte wurde Strüver.
Bak ist damit in der German Blade Challenge Wertung bis auf 18 Punkte an die führende Sandra Wieduwilt (Team Powerslide) herangerückt, die in Hamburg nur als Siebte einlief. Bak hat mit nunmehr zwei Siegen und einem zweiten Platz eine fast makellose Bilanz, sie ist aber bei zwei der bisher fünf Rennen der German Blade Challenge nicht gestartet. Auf den dritten Platz in dieser Wertung ist die Groß-Gerauerin Nina Spilger (Team Powerslide) zurückgefallen, ihr Abstand zur Viertplatzierten Sabrina Rossow (Barclaycard Lion Girls) ist auf 8 Punkte zusammengeschrumpft, denn Rossow wurde in Hamburg Vierte, Spilger nur Achte. Das kann noch ganz spannend werden bei der Abschlussveranstaltung in Frankfurt am 30. Oktober.
Nur noch theoretisch kann hingegen Clemens Rubick noch von der Pole Position vertrieben werden, denn er hat 48 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Daniel Zschätzsch, bei der Geman Blade Challenge sind aber maximal 50 Punkte pro Rennen zu erlaufen. Auch der zweite Platz scheint relativ sicher, denn Zschätzsch hat 44 Punkte Vorsprung vor dem Groß-Gerauer Robert Hirsch (Team Creative Rollerblade). Spannend könnte es noch um den dritten Platz werden, denn Nico Wieduwilt (Team Creative Rollerblade) liegt nur vier Punkte hinter Hirsch. Beide gehören dem gleichen Team an, Wieduwilt ist aber Team-Kapitän.
Bester Norddeutscher Skater war Thorben Woelki aus Halstenbek auf Platz 14 in hervorragenden 1:10:35,31 Std. – beste Norddeutsche war Simone Kohls aus Kiel (Platz 10, 1:24:33,74 Std.).
Alle Teilnehmer und einige tausend Hamburger ließen auf dem Jungfernstieg im Anschluß zur Siegerehrung ein gelungenes Sportfest in entspannter und fröhlicher Atmosphäre ausklingen. Insgesamt waren über 300 Helfer auf dem 42 KM langen Rundkurs im Einsatz. Es kam zu keinen nennenswerten Behinderungen für den Stadtverkehr.
„Die Streckenführung ist mittlerweile so ausgereift, dass die Hamburger unsere Sperrungen kaum spüren. Wir fahren - kreuzungsfrei - immer am Deich entlang und erreichen die Innenstadt durch die Überquerung von Deichtor- und Wallringtunnel komplikationsfrei. Zudem bietet der Ballindamm (Wasserseite) eine ideale zweispurige Zielgerade.“
Der sportliche Wert der Veranstaltung läßt sich auch durch einen prominenten Besucher belegen. Der Deutsche Speedskating-Bundestrainer Bill Begg reiste nach Hamburg an und beobachtete das Rennen aus dem Führungsfahrzeug heraus.
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Die Gründe hierfür sind vielfältig, u.a. hatten wir wieder erhebliche Genehmigungs- und Streckenprobleme. Darüber hinaus war die Veranstaltung leider nicht... mehr
